Der letzte Gonderscher Besembenner ist von uns gegangen

Am 16.10.2019 verstarb nach schwerer Krankheit Willi Eiskirch.

Willi, der zu Lebzeiten immer bescheiden lebte, zählt zu den weit über die Grenzen der Gemeinde bekannten Persönlichkeiten. Er war der letzte aktive Besembenner in Gondershausen.

Das Besenbinden zählt zu einer traditionsreichen Handwerkskunst, die in einer Art Heimindustrie den Menschen insbesondere in Obergondershausen das Überleben in schweren Zeiten sicherte.

 

Damit diese alte Handwerkskunst niemals in Vergessenheit  gerät, wurde die Straße, in der Willi Eiskirch bis zuletzt wohnte, offiziell als „Besembennerweg“ benannt.

Im Jahre 1983 erfolgte die Gründung des Karnevalsvereines „Gonderscher Besembenner 1983 e. V.“ Die Besen lieferte natürlich jede Session Willi selbst.

Nicht nur der Karneval war für Willi eine Leidenschaft, auch der Gesang in den heimischen Chören hatte es ihm angetan.

Willi hat mit seiner Tradition viele Spuren hinterlassen: Bei jeder Fahrt werden wir an ihn denken, wenn wir unseren Kreisel passieren, wo drei Besen aus Metall in den Himmel ragen.

Sein Lebenswerk wurde mit der Schaffung einer Statur in Form eines Besenbenners im Rahmen der Eröffnung der Traumschleife „Rabenlay“ unterstrichen.

 

Willi, wir werden dich nie vergessen. Dein Name wird immer in Verbindung mit einer alten Tradition in der Gemeinde stehen.

Seinen Angehörigen gilt unser ganzes Mitgefühl.

 

Markus Landsrath, Ortsbürgermeister

 

 

Foto: Ortsgemeinde

Bereits zu Lebzeiten wurde dem letzten „Gonderscher Besembenner“ ein Denkmal  

geschaffen. Es befindet sich unweit des Kreisverkehrsplatzes am Ortsanfang unmittelbar an der Traumschleife „Rabenlay“

Datum: 
16/10/2019