Messe und Einsegnung am „Heiligenhäuschen auf dem Wasen“ nach der Renovierung

Am Ortseingang von Gondershausen, aus Richtung Beulich kommend, befindet sich auf einem Hügel, dem sogenannten Wasen, eine kleine Kapelle. In einer Urkunde aus dem Jahre 1837 wurde diese erstmals erwähnt, wobei hier schon viel früher eine Kapelle stand. Es handelt sich um das "Heiligenhäuschen auf dem Wasen". Aus den alten Dokumenten des Jahres 1837 geht hervor, dass die alte Kapelle verfallen war und „daniederlag“. Der damalige Schöffe Josef Malloth, wandte sich an den „Hochwohlgeborenen Landrath Heuberger in St. Goar“, Herrn Bürgermeister Kaiserwerth in Burgen, den Pfarrer Hellbach in Obergondershausen und den Dechanten Herrn Pfarrer Klütsch in Alken“  und bat  um Genehmigung zum Wiederaufbau und finanzieller Unterstützung (Geschenkgebung). Zur Begründung führte er aus, „dass das Häuschen auf der Höhe bei Obergondershausen solange man gedenken kann stand und Reisenden und Wanderern Schutz gegen Wind und Wetter geboten hat. Auch wenn im Winter Schnee die Wege unkenntlich machte und bei Dunkelheit, könnten die Leute durch das Häuschen als Orientierung den rechten Weg finden und von Irrwegen abgehalten werden, so könne es weiter nützlich sein“. In einer Stellungnahme durch Herrn Pfarrer Hellbach, an die Behördenvertreter, teilt dieser mit, dass keine religiösen Gründe für eine Wiederherstellung seitens der Kirche bestehen, da in der Pfarrkirche täglich Gottesdienst gehalten würde, den die Einwohner besuchen könnten. Er führte auch aus, dass in der Kapelle durch Kinder und Jugendliche viel Unfug getrieben würde und ein Wiederaufbau auch aus polizeilicher Sicht nicht wünschenswert sei.  So musste letztendlich die Gemeinde für den Wiederaufbau selbst aufkommen, wobei der Bürgermeister in Burgen aber genehmigte,  „dass die  Finanzierung durch Holzeinschläge erfolgen soll“.  Das Heiligenhäuschen steht frei auf der Höhe und ist der Witterung ausgesetzt, was in regelmäßigen Abständen eine Renovierung des Daches und der Außenstriches erforderlich macht. Insbesondere die in der Nachbarschaft wohnenden Eheleute Renate und Werner Hammes kümmern sich um die Pflege, den Schmuck und die Instandhaltung.
So standen in diesem Jahr größere Instandhaltungsmaßnahmen an, die federführend von Herrn Werner Hammes, Herrn Arno Quirin und Herrn Jürgen Weinheimer ehrenamtlich durchgeführt wurden. Die Materialkosten wurden vom Grundstückseigentümer Herrn Dr. Fuchs, der Gemeinde Gondershausen und durch die Spende eines Nachbarn finanziert.
Die gelungene Renovierung wurde nun unter großer Beteiligung der Bevölkerung, auch aus den umliegenden Gemeinden, mit einer hl. Messe und einem Kapellenfest gefeiert, wobei Herr Pastor Adams während der Messe auch eine neue Einsegnung der Kapelle vornahm.  

 

  1. Die Kapelle erstrahlt in neuem Glanz.
  2. Ortsbürgermeister Markus Landsrath konnte viele Bürgerinnen und Bürger anlässlich des Kapellenfestes begrüßen

Text und Fotos: Ewald Schuhmacher, Erster Beigeordneter

Datum: 
20/09/2017